Leonardo Pelicano
entzündete diese Kerze am 14. März 2026 um 15.37 Uhr
Der portugiesische Begriff „saudade“ lässt sich nicht sehr leicht übersetzen. Deutsche Übersetzungsmöglichkeiten, wie „die Sehnsucht“, sind zum Teil sehr negativ und vor allem von Schmerz geprägt. Das Gefühl „saudade“ jedoch trägt außer der Sehnsucht und dem Schmerz stets ein Lächeln mit sich. Es ist das Gefühl, das entsteht, wenn man an jemanden geliebten denkt. Man ist zwar traurig, dass die Person „nicht hier“ ist, aber auch unendlich dankbar, dass sie hier war. Im Portugiesischen wird in diesem Zusammenhang häufig der Ausdruck „matar saudades“ verwendet („die Sehnsucht töten“). Das wird getan indem man sich erinnert, Geschichten erzählt oder sich Fotos anschaut. Es geht dabei nicht darum die Sehnsucht zu „töten“ und sie loszuwerden, sondern vielmehr darum sie zu füttern und den entstandenen Schmerz in etwas Heilsames zu verwandeln. „Saudade ist das einzige, was man behält, wenn man alles verliert.“
Ruben, du hinterlässt jeden Tag eine Menge „saudades“. Nicht nur bei deiner Familie und deinen Freunden, sondern bei all denjenigen, die dich kennenlernen und ziemlich sicher gleichzeitig schätzen und lieben lernen durften.
Wir töten unsere saudades. Jeden Tag, besonders heute und bis zum letzten Moment in unserem Leben!